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Es war der seltsame Totenkopf-Scheinwerfer, der der Versys ein bisschen die Tour vermasselt hat. Den fanden viele nicht wirklich nett und verzichteten auf eine Probefahrt. Schade, denn von Anfang an bot das Versatile System ein interessantes Konzept aus absoluter Alltagstauglichkeit und spritziger Sparsamkeit. In ihrer Klasse musste sie gegen übermächtige Gegner wie BMW GS, Yamaha Super Tenere und Ducati Multistrada antreten, der letzte Platz in dieser Kategorie kann ihr deshalb auch nicht wirklich zur Last gelegt werden. Bereits im Mai konnte die Versys ihre Qualitäten unter Beweis stellen, als die einen Vergleichstest der Zeitschrift 'PS' gegen Aprilia Dorsoduro 750, Ducati Hypermotard 796 und KTM Duke 690 gewinnen konnte. Doch auch diesmal hat sie ihre größeren Konkurrenten in einer Disziplin geschlagen, im Verbrauch. 459 Kilometer mit nur einer Tankfüllung resp. 19 Litern sind ein Spitzenwert und beweisen einmal mehr die Reisetauglichkeit der Versys.

Die 65 PS des Reihenzweiers lösen am Papier vielleicht keine Euphorie aus, in der Realität aber überrascht die Versys mit spontaner Gasannahme und zeigt sich als verkanntes Wheelietier. Bei 6816 U/min. ist laut Prüfstand leider Schluss mit der Drehmoment Freude, diese fällt danach rapide ab. Die Maximalleistung wird bei 8000 U/min. erreicht. Dafür zieht die Versys sogar mit Sozius bergauf im 2. Gang von 25 bis 75 km/h sauber durch. Mit nur 211 kg vollgetankt tut man sich mit ihr im Gebirge besonders leicht. Insgesamt ist sie fast überall zu Hause, ein Alltagsbike mit dem gewissen Kick. Mit neuem Scheinwerfer und modernisiertem Design setzt die Versys wieder zum Angriff an.
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